Untere Kasernenstraße 17
Karl Köpf wurde am 2. März 1913 in Ludwigsburg geboren. Seine Eltern waren der Arbeiter Wilhelm Köpf und Frieda Köpf. Die Familie wohnte in der Unteren Kasernenstrasse 17, im Bereich der ehemaligen Talkaserne. Karl Köpf war 24 Jahre alt, als er im Sommer 1937 wegen einer Straftat zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Nach Verbüßung dieser Strafe wurde er nicht in die Freiheit entlassen, sondern von der Staatlichen Kriminalpolizei Stuttgart im September 1939 als „Vorbeugungshäftling“ in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Am 27. September 1939 erfolgte mit insgesamt 1.600 Häftlingen die Überstellung in das KZ Mauthausen. Karl Köpf überlebte die unmenschlichen Bedingungen des KZ Mauthausen nicht. Am 16. Januar 1940 erhielt sein Vater ein Telegramm mit der Nachricht vom Tod seines Sohnes. Als Todesursache wurde Herz- und Kreislaufschwäche angegeben. Wilhelm Köpf äußerte nach dem Ende der Diktatur Zweifel an der Todesursache: „Bei der Naturanlage, er war groß und kräftig, gesund und lebensfroh, ist es ausgeschlossen gewesen, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist…“ Gudrun Karstedt
Die historische Abbildung zeigt unten rechts die Talkaserne (gebaut 1736, abgerissen ab 1969). Auf ihrem Gelände war auch die Wohnung, in der Familie Köpf lebte.
Heute ist an dieser Stelle der „Walckerpark“, eine Grünanalage mit Spielgeräten, Freizeit-Sportfeld („Goldener Käfig“) und Parkhaus. Im Süden begrenzt die Untere Kasernenstraße die Fläche.